Diplome
An der Generalversammlung der IGEAP am 10. März 2012 in Bern konnten drei Beraterinnen und ein Berater ihre Diplome entgegennehmen.

- Karin Wandeler, Gerhard Friedl, Brigitte Heitger, Erika Reichenbach, Sabine Grütter (von links).
Rückblick auf die Werkstatt der IGEAP vom 12.11.2011 in Bern
«Gib Gas! - Zwischen Lebenswert und Leistungsdruck»
Nach einer frappierenden Zaubershow von Christoph Borer zum zehnten Jubiläum der existenzanalytischen Herbstwerkstatt haben vier Referenten ergründet, was ihnen dabei hilft, im Spannungsfeld von Leistungsdruck und Lebenswert die Balance zu halten. Die Theologin Brigitte Amstutz machte den Auftakt mit einem persönlichen Blick auf den Punkt, wo das Viel in das zu Viel kippt. Der Zauberer Christoph Borer verriet seine Maxime für ein zufriedenes und genüssliches Leben: Loslassen, freie Zeit, wenig Fremdbestimmung, Tiefe und Genuss. Tourismusdirektor Jürgen Hofer betonte den Rhythmus und die Balance, die es zu halten gilt, um jeden Tag so zu leben, «als ob es dein letzter wäre». Die Turn- und Sportlehrerin Barbara Monti di Sopra zeigte schliesslich humorvoll auf, wie sie Familie, Beruf und Leistungssport scheinbar mühelos und mit viel Freude unter einen Hut bringt.
Am Nachmittag widmete sich die Lebensberaterin Marina Habich der Frage, wohin das «Gasgeben» führen kann - mit positiven wie auch negativen Folgen. Der Werkkreis der Psychologin und Psychotherapeutin Dr. phil. Zdenka Camachovà gab anschliessend Anregungen zur Selbsterfahrung, während die Parallelveranstaltung der Berufsberaterin Corinne Lindt «sinnend und geniessend unterwegs» war.
Für interessierte Aussenstehende bot Dr. med. Rodolphe Leuenberger zudem eine Einführung in die Existenzanalyse an.
Franziska Linder

- Dr. med. Brigitte Ambühl
Rückblick auf die Werkstatt der IGEAP vom 13.11.2010 in Luzern
„Begegnung bewegt - Anregung aus der Existenzanalyse“
Mit einer Begegnung der amourösen Art aus einem Gedicht von Christian Morgenstern hat Dr. phil. Luisa Marretta die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf das Thema eingestimmt. Vier Kurzreferate boten daraufhin einen Einblick in die veilfältigen Anwendungsgebiete der Existenzanalyse und Logotherapie.
Peter Müller erzählte von seiner Arbeit bei der "Dargebotenen Hand" und schilderte Begegnungen in der Anonymität des Sorgentelefons. Birgit Schmidhalter bot einen Einblick in ihre Tätigkeit als Gefängnisseelsorgerin und in Begegnungen, die manchmal einen ersten Widerwillen zu überstehen haben. Den Alltag auf einer geschlossenen Abteilung für körperlich und psychisch Pflegebedürftige schilderte Claudia Kölliker eindrucksvoll und zeigte, dass in manchen Begegnungen die Worte bedeutungslos werden können. Marianne Moeschs Betrachtungen zur Begegnung mit Schülerinnen und Schülern im Unterricht am Gymnasium rundeten den Überblick ab.
Vertieft wurde anschliessend das existenzanalytische Verständnis der Begegnung durch Dr. med. und lic. phil. Erika Luginbühl. Im Werkkreis der Lehrerin Sabine Eisenring wurde die Schule zu einem "Ort der Begegnung". Anhand von praktischen Beispielen zeigte sie auf, wie die Existenzanalyse zur Persönlichkeitsförderung im Schulalltag eingesetzt werden kann.
Dr. med. Brigitte Ambühl nahm die Teilnehmenden schliesslich mit auf eine schmerzvolle Reise in die Folterkeller dieser Welt. Die Psychiaterin erzählte von sachten, zaghaften aber zugleich hoffnungsvollen Begegnungen in der Therapie von Überlebenden von Folter.
Für interessierte Aussenstehende bot Dr. med. Rodolphe Leuenberger zudem eine Einführung in die Existenzanalyse an.
Franziska Linder